Vera Jungkind berät deutsche und internationale Unternehmen zu allen Fragen des Öffentlichen Wirtschaftsrechts, insbesondere in den Bereichen Umwelt- und Produktrecht, Außenwirtschaftsrecht/Handelssanktionen, Datenschutzrecht, Sozialversicherungsrecht, öffentlich-rechtliche Abgaben, GwG-Compliance, Verwaltungsverfahrens- und Verwaltungsprozessrecht, Compliance und Internal Investigations.

Zu den Mandaten der letzten Zeit aus dem Bereich des Umwelt- und Produktrechts zählen die Beratung eines internationalen Chemiekonzerns zur Sanierung mehrerer großflächiger Boden- und Grundwasserverunreinigungen mit PFAS einschl. abfallrechtlicher Fragen mit Behörden- und Gerichtsverfahren (seit 2017), von Industrieunternehmen zu rechtlichen Anforderungen an Rückbau, Sanierung und Stilllegung von Produktionsanlagen (seit 2023), eines Gefahrgutlagers zu störfallrechtlichen Anforderungen, immissionsschutzrechtlicher Genehmigung (2021-2023) und dem Umgang mit PFAS-haltigem Löschwasser (2024), eines Industrieunternehmens zu heranrückender Wohnbebauung und Geruchsemissionen (2024-2025), zur Rechtmäßigkeit einer Enteignung wegen Hochwasserschutz und Höhe einer Enteignungsentschädigung (2025), eines Industrieunternehmens zur CE-Kennzeichnungspflicht von Maschinen (2024-2025) sowie eines Industrieunternehmens zu einem Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das ElektroG (seit 2024). In zahlreichen Fällen umfasst die Beratung auch die Begleitung von verwaltungsbehördlichen Verfahren einschl. Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie Gerichtsverfahren.

Im Außenwirtschaftsrecht berät Vera Jungkind verschiedene Unternehmen unterschiedlicher Branchen zu den Russland-Sanktionen, insbesondere zu den güter- und dienstleistungsbezogenen Sanktionen, Finanzsanktionen, zur Überprüfung von Compliance-Prozessen und Aufbau von Compliance-Organisationen einschl. geschäftspolitischer Fragen, zur Untersuchung von Lieferungen in der Vergangenheit sowie Verwaltungs-, Ermittlungs- und Schiedsverfahren. Aktuelle Schwerpunkte (2025) sind die Beratung zur Geltung der EU-Sanktionen für Nicht-EU-Gesellschaften, zur Bemühenspflicht hins. EU-ausländischer Tochtergesellschaften sowie zur Vermeidung von Compliance-Verstößen bei indirekten Lieferungen und Umgehungen. Außerdem sind zu nennen die Beratung von Verteidigungsunternehmen zum Exportkontrollrecht (seit 2025) bzw. zum Kriegswaffenkontrollgesetz, zur Dual-Use-Verordnung und Zollrecht (einschl. Verwaltungsverfahren) (2023-2024), verschiedener Unternehmen zum Sanktionslistenscreening (2021), eines mittelständischen Maschinenherstellers zu Exporten in den Iran und zur EU-Blocking-Verordnung und deren Anwendung auf US Secondary Sanctions gegen Iran (2020), eines Finanz­dienstleisters zu einer Kontoschließung eines iranischen Kunden und zur EU-Blocking-Verordnung (2019) sowie verschiedener Unternehmen zu außenwirtschaftsrechtlichen Meldepflichten und Selbstanzeige wegen Verstoßes.

Vera Jungkind hat auch langjährige Erfahrung in Investitionsprüfverfahren in verschiedenen Branchen einschließlich kritischer Infrastrukturen und Hochtechnologie

Im Bereich des Datenschutzrechts hat Vera Jungkind umfassende Expertise in der Beratung von internationalen Konzernen bei Datenschutz in M&A-Transaktionen, Fusionskontrollverfahren und in internen Untersuchungen, Datenschutzverletzungen und datenschutzaufsichtlichen Verfahren. Sie beriet zuletzt beispielsweise zu verschiedenen Asset Deal-Datenkäufen aus der Insolvenz (2024, 2025), Datentransfers bei konzerninterner Umstrukturierung (2025), Verwendung von Trackingtechnologien (2024) einschl. Behördenverfahren, Telefon- und Videoaufzeichnungen (2025) sowie Auskunftsersuchen von Betroffenen (2023, 2025). Bei Unternehmenstransaktionen unterstützt sie eine Bank bei der Veräußerung bzw. Umstrukturierung von Kreditkartenportfolios einschl. Datenmigration und Outsourcing von Processing-Dienstleistungen (2022-2024). 

Mandate aus dem Bereich Compliance/Internal Investigation umfassen insbesondere eine interne Untersuchung eines Industrieunternehmens zu Verstößen gegen den Code of Business Conduct (2025), eine interne Untersuchung bei einem Nutzfahrzeughersteller zu potentiellen Sanktionsumgehungslieferungen nach Russland (2024), eine interne Untersuchung für ein weltweit operierendes Industrieunternehmen in Bezug auf die mutmaßliche Lieferung von Produkten an die russische Rüstungsindustrie vor dem Inkrafttreten der Russland-Sanktionen von 2022 (2022-2024) und die Beratung eines Versicherungskonzerns bei mehreren internen Untersuchungen zum sozialversicherungsrechtlichen Status von Fremdpersonal („Scheinselbständigkeit“) einschließlich behördlicher Verfahren (2019-2024). In vielen internen Untersuchungen der Kanzlei berät Vera Jungkind zu datenschutzrechtlichen Querschnittsthemen wie Zulässigkeit des Datenscreenings (einschl. unter Anwendung von künstlicher Intelligenz), Informations- und Auskunftspflichten, Umgang mit privaten Daten sowie Datenübermittlungen an Behörden und Streitparteien im EU-Ausland.

Kurzbiografie

  • Rechtsanwältin seit 2006
  • Universitäten Saarbrücken (Dr. iur.) und Köln
  • Université Paris V (René Descartes)
  • Anwaltskanzlei in London, 2010-2011

Veröffentlichungen

  • "Rückerstattung geleisteter Sonderabgaben bei fehlender Gewährleistung fortdauernd gruppennütziger Verwendung ("Bankenabgabe")", BKR 1/2026 (gemeinsam mit Dr. Anouk Ludwig)
  • "Produktsicherheit – Wachsende Bedeutung in der Compliance", ZCG 5/25, 10/2025 (gemeinsam mit Dr. Anouk Ludwig)
  • Interne Compliance-Maßnahmen bei Sanktionen – Achtes Sanktionspaket der EU gegen Russland, ZCG Zeitschrift für Corporate Governance 6/2022 (gemeinsam mit Dr. Anouk Ludwig)
  • The risk-based approach in the GDPR, ZD 12/2022, Jungkind/Koch
  • Die neue EU-Trinkwasserrichtlinie, UPR 2022, 121 ff., Jungkind/Plötz
  • Beck’sches M&A-Handbuch, Datenschutz in Unternehmenstransaktionen (gemeinsam mit Dirk Uwer), Compliance Due Diligence (gemeinsam mit Constantin Lauterwein), 2. Aufl. 2022 
  • Unternehmensverantwortung in der Lieferkette, Der Konzern 11/2021 (gemeinsam mit Carolin Raspé und Simone Terbrack)
  • BeckOK Datenschutzrecht, 38. Edition (Stand 1.11.2021), Art. 40, 41 und 48 DS-GVO
  • Liebers/Hoefs, Formularbuch Arbeitsrecht, Datenschutz, 7. Aufl. 2023
  • Künstliche Intelligenz, Recht und Praxis automatisierter und autonomer Systeme, (§ 4 Medizin/Gesundheit – G. Datenschutz), 2021 (gemeinsam mit Susanne Koch)
  • Die jüngste Novelle des Investitionsprüfrechts – Europäisierte Verschärfung, M&A Review 2020, 412 f. (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Die Novelle des Außenwirtschaftsrechts – Europäisierte Verschärfung des Investitionskontrollverfahrens, Der Konzern 2020, 369 ff. (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Risikoanalyse und zusätzliche Maßnahmen – Konzerninterner US-Datentransfer nach „Schrems II“, NZG 2020, 1056 ff. (gemeinsam mit Carolin Raspé und Michael Schramm)
  • Verschärfung des Außenwirtschaftsrechts vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie, NZG 2020, 619 ff. (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Interne Compliance-Programme als Instrument der Exportkontrolle, AW-Prax 03/2020, S. 103 (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Beschränktes Boykottverbot nach § 7 Satz 2 AWV neu – Freie Fahrt für die Geltung ausländischen Sanktionsrechts für deutsche Unternehmen? AW-Prax 09/2019, S. 354 (gemeinsam mit Tobias Winkler)
  • Datenschutz in der Unternehmenstransaktion, Der Konzern 2019, 429 ff. (gemeinsam mit Thomas Ruthemeyer)
  • Gemeinsame Verantwortlichkeit nach Art. 26 DSGVO zwischen Konzerngesellschaften als Bestandteil der DSGVO-Compliance, Der Konzern 2019, S. 289 ff. (gemeinsam mit Thomas Ruthemeyer und Anna Eickmeier)
  • The Foreign Investment Regulation Review, Germany, 6. Aufl. 2018 (gemeinsam mit Jan D. Bonhage)
  • Boykott-Verbot versus Sanktionslisten-Screening, in: AW-Prax 12/2016, S. 417-420 (gemeinsam mit Philipp Cramer)