Vera Jungkind berät deutsche und internationale Unternehmen zu allen Fragen des Öffentlichen Wirtschaftsrechts, insbesondere in den Bereichen Umwelt- und Produktrecht, Außenwirtschaftsrecht/Handelssanktionen, Datenschutzrecht, Sozialversicherungsrecht, öffentlich-rechtliche Abgaben, GwG-Compliance, Verwaltungsverfahrens- und Verwaltungsprozessrecht, Compliance und Internal Investigations.

Zu den Mandaten der letzten Zeit aus dem Bereich des Umwelt- und Produktrechts zählen die Beratung eines internationalen Chemiekonzerns zur Sanierung mehrerer großflächiger Boden- und Grundwasserverunreinigungen (seit 2017), zum Rechtsrahmen der Verwendung bestimmter chemischer Substanzen (seit 2020), eines Gefahrgutlagers zu störfallrechtlichen Anforderungen (seit 2021), eines Industrieunternehmens zur Beendigung einer langjährigen Sanierung einer großflächigen Grundwasserverunreinigung (2021), eines internationalen Maschinenherstellers zur Regulierung von Produkten in Kontakt mit Trinkwasser (2021) sowie eines mittelständischen Baustoffproduzenten zu abfall- und bodenschutzrechtlichen Themen einer komplexen PFC-Kontamination von Boden und Oberflächengewässer (2019).

Im Außenwirtschaftsrecht berät Vera Jungkind aktuell (seit Februar 2022) verschiedene Unternehmen zu den Russland-Sanktionen, insbesondere zu den güterbezogenen Sanktionen, Finanzsanktionen, zur Überprüfung von Compliance-Prozessen und zur Untersuchung von Lieferungen in der Vergangenheit einschl. geschäftspolitischer Fragen. Außerdem sind zu nennen die Beratung eines Vermögensverwalters (seit 2021) und eines Energiedienstleisters zum Sanktionslistenscreening (2021), eines mittelständischen Maschinenherstellers zu Exporten in den Iran und zur EU-Blocking-Verordnung und deren Anwendung auf US Secondary Sanctions gegen Iran (2020), eines Finanz­dienstleisters zu einer Kontoschließung eines iranischen Kunden und zur EU-Blocking-Verordnung (2019), eines internationalen Maschinenherstellers zu Exportkontroll-Compliance und Russland-Sanktionen (2019) sowie eines internationalen Automobilzulieferers (2019) und eines Dienstleistungsunternehmens (2020) zu außen­wirt­schaftsrechtlichen Meldepflichten und Selbstanzeige wegen Verstoßes. Vera Jungkind hat auch langjährige Erfahrung in Investitionsprüfverfahren und beriet zuletzt beispielsweise einen internationalen Maschinenhersteller (2020-2021), verschiedene Private Equity-Investoren (2021), einen internationalen Laborprodukteanbieter (2020), einen internationalen Glasfasernetzhersteller bei einem Verfahren nach Eröffnung von Amts wegen (2019) und einen internationalen Anbieter von Cybersecurity-Software bei einem sektorspezifischen Investitionskontrollverfahren mit Verhandlung über eine Sicherheitsvereinbarung (2019/2020).

Weitere öffentlich-rechtliche Themen betrafen beispielsweise die Beratung eines Energiedienstleisters zur Vereinbarkeit der Novelle der Heizkostenverordnung mit Europa- und Verfassungsrecht, eines Zahlungsdiensteanbieters zur Geldwäsche-Compliance bei bestimmten Zahlungen sowie einer Bank zu den Anforderungen an die Kundenidentifizierung nach GwG.

Im Bereich des Datenschutzrechts hat Vera Jungkind umfassende Expertise in der Beratung von internationalen Konzernen bei außereuropäischen Datentransfers, Daten­schutz in M&A-Transaktionen, Fusionskontrollverfahren und in internen Untersuchungen, Datenschutzverletzungen und datenschutzaufsichtlichen Verfahren. Sie beriet zuletzt beispielsweise einen Lebensmittellieferservice zu einem behördlichen Auskunftsersuchen hinsichtl. Datenlöschung und internationaler Datentransfers (2022), einen Lebensmitteleinzelhändler zur zweckändernden Auswertung von Kundendaten (2021), einen Versicherungskonzern zur Wirksamkeit von Einwilligungen einschl. behördlichem Auskunftsersuchen (2020-2021), einen Inkassodienstleister zu Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung einschl. behördlichem Auskunftsersuchen (seit 2021), einen Versicherungskonzern zu Aufbewahrungspflichten und Gestaltung eines Dokumentenmanagementsystems einschl. des Datentransfers an einen US-amerikanischen Clouddiensteanbieter (seit 2020) sowie einen internationalen Automobilzulieferer zur Nutzung von Daten eines Geschäftspartners (seit 2020) und zu Aufbewahrungs- und Löschpflichten sowie Löschkonzept (2020). Bei Unternehmenstransaktionen unterstützte sie einen Konsumgüterhersteller bei der Veräußerung eines Geschäftsteils einschließlich Kundendaten (seit 2021), einen Versicherungskonzern bei der Datentrennung im Zuge des Verkaufs einer Tochtergesellschaft (2018/2019), ein Energieunternehmen zu Datenübermittlungen an die Erwerbergesellschaft und die Europäische Kommission in einem Fusionskontrollverfahren sowie zur Datentrennung von der Muttergesellschaft (2018-2020), ein Kreditinstitut zu Datentransfers im Vorgriff auf eine Verschmelzung einer Tochtergesellschaft auf die Muttergesellschaft (2020) sowie einen Investor bei einer umfangreichen datenschutz­recht­lichen Due Diligence, insbesondere zu produktbezogenem Datenschutz (Privacy by Design) im Bereich automatisiertes Fahren (2019/2020). 

Mandate aus dem Bereich Compliance/Internal Investigation umfassen insbesondere die Beratung eines Medienunter­nehmens (seit 2014), eines privater Krankenhausbetreibers (2014-2016), eines Anbieters von Ingenieursdienstleistungen (2019), eines Versicherungskonzerns (2019-2021) und eines Vermögensverwalters (seit 2021) bei internen Untersuchungen zum sozialversicherungsrechtlichen Status einer erheblichen Anzahl freiberuflicher Mitarbeiter („Scheinselbständigkeit“) einschließlich behördlicher und staatsanwaltschaftlicher Verfahren. In vielen internen Untersuchungen der Kanzlei berät Vera Jungkind zu datenschutzrechtlichen Querschnittsthemen wie Zulässigkeit des Datenscreenings (einschl. unter Anwendung von künstlicher Intelligenz), Informations- und Auskunftspflichten, Umgang mit privaten Daten sowie Datenübermittlungen an Behörden und Streitparteien.

Kurzbiografie

  • Rechtsanwältin seit 2006
  • Universitäten Saarbrücken (Dr. iur.) und Köln
  • Université Paris V (René Descartes)
  • Anwaltskanzlei in London, 2010-2011

Veröffentlichungen

  • Die neue EU-Trinkwasserrichtlinie, UPR 2022, 121 ff., Jungkind/Plötz
  • Beck’sches M&A-Handbuch, Datenschutz in Unternehmenstransaktionen (gemeinsam mit Dirk Uwer), Compliance Due Diligence (gemeinsam mit Constantin Lauterwein), 2. Aufl. 2022 
  • Unternehmensverantwortung in der Lieferkette, Der Konzern 11/2021 (gemeinsam mit Carolin Raspé und Simone Terbrack)
  • BeckOK Datenschutzrecht, 38. Edition (Stand 1.11.2021), Art. 40, 41 und 48 DS-GVO
  • Liebers/Hoefs, Formularbuch Arbeitsrecht, Datenschutz, 6. Aufl. 2021
  • Künstliche Intelligenz, Recht und Praxis automatisierter und autonomer Systeme, (§ 4 Medizin/Gesundheit – G. Datenschutz), 2021 (gemeinsam mit Susanne Koch)
  • Die jüngste Novelle des Investitionsprüfrechts – Europäisierte Verschärfung, M&A Review 2020, 412 f. (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Die Novelle des Außenwirtschaftsrechts – Europäisierte Verschärfung des Investitionskontrollverfahrens, Der Konzern 2020, 369 ff. (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Risikoanalyse und zusätzliche Maßnahmen – Konzerninterner US-Datentransfer nach „Schrems II“, NZG 2020, 1056 ff. (gemeinsam mit Carolin Raspé und Michael Schramm)
  • Verschärfung des Außenwirtschaftsrechts vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie, NZG 2020, 619 ff. (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Interne Compliance-Programme als Instrument der Exportkontrolle, AW-Prax 03/2020, S. 103 (gemeinsam mit Carsten Bormann)
  • Beschränktes Boykottverbot nach § 7 Satz 2 AWV neu – Freie Fahrt für die Geltung ausländischen Sanktionsrechts für deutsche Unternehmen? AW-Prax 09/2019, S. 354 (gemeinsam mit Tobias Winkler)
  • Datenschutz in der Unternehmenstransaktion, Der Konzern 2019, 429 ff. (gemeinsam mit Thomas Ruthemeyer)
  • Gemeinsame Verantwortlichkeit nach Art. 26 DSGVO zwischen Konzerngesellschaften als Bestandteil der DSGVO-Compliance, Der Konzern 2019, S. 289 ff. (gemeinsam mit Thomas Ruthemeyer und Anna Eickmeier)
  • The Foreign Investment Regulation Review, Germany, 6. Aufl. 2018 (gemeinsam mit Jan D. Bonhage)
  • Boykott-Verbot versus Sanktionslisten-Screening, in: AW-Prax 12/2016, S. 417-420 (gemeinsam mit Philipp Cramer)