Legal Tech in der Mandatsarbeit – meine Anwaltsstation bei Hengeler Mueller
Celina Tschorn
Zu meinem ersten Kontakt mit Hengeler Mueller kam es schon vor Beginn meines Referendariats auf einer Karrieremesse. Und weil es für beide Seiten unmittelbar passte, unterzeichnete ich schon wenige Tage danach meinen Arbeitsvertrag für die Anwaltsstation.
Überzeugt hat mich insbesondere die Möglichkeit, praktische Erfahrungen sowohl in meinem Schwerpunktbereich Telekommunikationsrecht als auch gleichzeitig im Bereich Legal Tech sammeln zu können. Weil ich mich sehr für Digitalisierung interessiere, habe ich mich umso mehr gefreut, als mir schon im Bewerbungsgespräch angeboten wurde, parallel in zwei Teams mitzuarbeiten: Während ich in Düsseldorf dem M&A/Corporate-Team zugeordnet war, durfte ich standortübergreifend also auch im Legal-Tech-Team in Frankfurt tätig sein. Die Arbeit in zwei Teams ermöglichte es mir, einen umfassenden Einblick in unterschiedliche Praxisgruppen und Arbeitsweisen zu gewinnen – von der klassischen Mandatsarbeit im M&A/Corporate-Umfeld bis hin zu innovativen Projekten im Legal-Tech-Center von Hengeler Mueller. Durch wöchentliche virtuelle Teammeetings und sogar einen Besuch am Frankfurter Standort fühlte ich mich jederzeit auch dort sehr gut in das Team integriert.
Die Mitarbeit an Mandaten wird bei Hengeler Mueller durch Ausbilder und Tutoren koordiniert. Von Beginn an wurde ich sowohl von meinen Ausbildern als auch meinem Tutor intensiv in laufende Mandate einbezogen, die ich über den gesamten Verlauf meiner Station mitbegleiten durfte. In besonderer Erinnerung geblieben ist mir, dass mein Tutor sich sehr viel Zeit nahm, um mir nicht nur die konkreten Aufgaben, sondern auch den jeweiligen Mandatskontext, die Interessenlage des Mandanten sowie die strategischen Überlegungen des Teams zu erläutern.
Meine Tätigkeiten reichten dabei von rechtlichen Recherchen – auch zu klassisch examensrelevanten Themen wie dem Werkvertragsrecht – über die Erstellung von Schriftsätzen bis hin zur Gestaltung automatisierter Arbeitsabläufe mit der kanzleiweit neu eingeführten KI-Anwendung Harvey. Darüber hinaus durfte ich Verhandlungsgespräche protokollieren und an einer abschließenden Vertragsunterzeichnung vor dem Notar teilnehmen. So gewann ich nicht nur vertiefte juristische Einblicke, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Abläufe und Dynamiken im laufenden Mandat.
Meine anfänglichen Bedenken, ob sich das von mir selbst gewählte Modell der Vier-Tage-Woche mit der verpflichtenden Arbeitsgemeinschaft und der Examensvorbereitung vereinbaren lassen würde, erwiesen sich als unbegründet. Neben der intensiven und spannenden Mandatsarbeit blieb dennoch ausreichend Zeit für die Vorbereitung auf das Examen. Hengeler Mueller unterstützt die Referendarinnen und Referendare insbesondere durch monatliche kanzleiinterne Kaiserseminare und -klausuren.
Rückblickend würde ich mich jederzeit erneut für die Anwaltsstation bei Hengeler Mueller entscheiden. Die Kanzlei legt großen Wert auf ein wertschätzendes und kollegiales Arbeitsumfeld. Das ist spürbar – sowohl im Büroalltag als auch bei den regelmäßig stattfindenden Young Talents Abenden, praxisgruppeninternen und kanzleiweiten Veranstaltungen, wie etwa der Karnevalsfeier und dem Sommerfest.