Einbindung in die Mandatsarbeit

Dr. Carl-Philipp Eberlein war nach dem 1. Staatsexamen zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und anschließend während seiner Anwaltsstation in unserem Frankfurter Büro tätig. Mittlerweile arbeitet er dort als Anwalt.

Während Ihrer Anwaltsstation waren Sie im Bereich Gesellschaftsrecht und Mergers & Acquisitions tätig. Wie war's?

Carl-Philipp Eberlein: Sowohl Arbeitsgebiete als auch Arbeitsprodukte waren sehr vielseitig. Die eher breite fachliche Aufstellung der Anwälte, mit denen ich gearbeitet habe, brachte es mit sich, dass ich eine Vielzahl von Rechtsgebieten praktisch kennenlernen konnte. Dabei war ich vor allem in die Vorbereitung von prozessualen Schriftsätzen, Verträgen und Gutachten zu bestimmten Rechtsfragen eingebunden sowie in einen Unternehmensverkauf involviert. Am Anfang hatte ich natürlich eine eher beobachtende Rolle. Schnell wurde ich aber direkt in die Mandatsarbeit eingebunden und wurde dann auch unmittelbar von den Mandanten angesprochen. Am Ende der Station bot sich noch die Gelegenheit, ein arbeitsrechtliches Mandat sehr selbständig zu bearbeiten, da der Mandant explizit nach der Unterstützung durch einen Referendar gefragt hatte.

Wie waren Ihre ersten Tage?

Ich bin sehr offen aufgenommen worden. Die Kollegen, gleich welcher Seniorität, waren sehr hilfsbereit und hatten immer ein offenes Ohr, was über die vielen Fragen der ersten Tage sehr gut hinweg half. Charakteristisch für die Arbeitsweise bei Hengeler Mueller sind die relativ kleinen Teams, die ein Projekt bearbeiten. Konkret hieß das nicht selten, dass ein Mandat ausschließlich von einem Partner und mir bearbeitet wurde. So bietet sich schon als Referendar die Gelegenheit, unmittelbar Verantwortung für bestimmte Teilbereiche zu übernehmen und selbständig zu bearbeiten. Die enge Zusammenarbeit mit sehr erfahrenen Anwälten war sehr anspruchsvoll, aber auch sehr lehrreich.

Welche Fortbildungsveranstaltungen werden angeboten?

Für Referendare und Associates gibt es verschiedene Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch, zum Einblick in die verschiedenen Fachbereiche der Kanzlei sowie zur fachlichen Weiterbildung. Sehr geschätzt habe ich den Englischkurs, der einmal pro Woche stattfindet, da ein Großteil der Korrespondenz und Mandatsarbeit in englischer Sprache erfolgt. Referendare, wissenschaftliche Mitarbeiter und Anwälte treffen sich außerdem alle ein bis zwei Monate zum Stammtisch, bei dem man die Kollegen am Standort in lockerer Atmosphäre besser kennenlernen und Erfahrungen austauschen kann. Jedoch wichtigster und lehrreichster Teil meiner Ausbildung war im Rückblick die enge und intensive Einbindung in die Mandatsarbeit.