Spezialisten und Rotation – Beispiel Steuerrecht

Dr. Matthias Scheifele ist Partner im Münchener Büro und im Steuerrecht tätig.

Sie sind Steuerrechtler. Wie läuft die wechselnde Partnerzuordnung der Associates bei den „Spezialisten“ ab? 

Matthias Scheifele: Wir praktizieren das für unsere Sozietät typische Rotationsmodell auch im Steuerrecht. Die Associates arbeiten für eine bestimmte Zeit – in der Regel für 18 Monate – mit einem bestimmten Partner. Anschließend wechseln sie zu einem anderen Partner. Dadurch lernen unsere Associates verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte, Mandatstypen und Arbeitsstile kennen und erhalten eine sehr breite und fundierte Ausbildung im Steuerrecht. Abgesehen davon bilden wir unsere Associates intensiv aus, neben dem "training on the job" etwa durch interne Fortbildungs­veranstaltungen, die wir regelmäßig durchführen. Außerdem fördern wir aktiv die Teilnahme an externen steuerrechtlichen Fachveranstaltungen sowie das Steuerberaterexamen. 

Wie muss man sich die Arbeit als Spezialist bei Hengeler Mueller vorstellen?

Die Tätigkeit im Steuerrecht hat hier im Wesentlichen zwei Facetten. So beraten wir in Transaktionen, die von unseren Kollegen im Gesellschaftsrecht/M&A oder im Bank- und Finanzrecht betreut werden, und liefern dabei das steuerrechtliche Know-how. Hinzu kommt unser „originär“ steuerrechtliches Geschäft, in dem wir Mandanten ausschließlich steuerlich beraten. Durch die Einbindung in das Transaktionsgeschäft arbeiten unsere Associates und Partner im Steuerrecht oftmals an mehreren Projekten gleichzeitig mit. Daher ist es im Spezialbereich wichtig und jedes Mal auch eine gewisse Herausforderung, sich den Tagesablauf so zu organisieren, dass man alle anstehenden Projekte abdecken kann. Dies empfinde ich aber als sehr spannend, weil ich dadurch die Möglichkeit bekomme, viele unterschiedliche Mandate mit verschiedenen Fragestellungen zu sehen und mitzugestalten.