Vom Praktikanten zum Associate – oder die Geschichte eines Bauchgefühls

Jonas Brost ist Associate in unserem Berliner Büro. Hier blickt er zurück auf seine bisherigen Stationen bei Hengeler Mueller: vom ersten Kontakt als Sommerpraktikant über das Referendariat bis zum Berufsstart als Anwalt.

“Endlich haben wir Sie groß bekommen.” Mit diesen Worten beginnt für mich der Start in eine neue Zeitrechnung, das Leben als Associate bei Hengeler Mueller. Und tatsächlich habe ich ziemlich klein angefangen. Mit Anfang zwanzig, ausgestattet nur mit einem abgeschlossenen Schwerpunktstudium, bin ich mehr zufällig in das Sommerpraktikum von Hengeler Mueller in Berlin gestolpert. Als Student der Humboldt-Universität Berlin lag dies zwar im wahrsten Sinne des Wortes nahe (einmal über den Hof), gleichzeitig aber auch sehr fern, fehlte es mir doch sowohl an Vorstellung als auch an Vorkenntnissen für eine Tätigkeit in einer Großkanzlei.

Herzliches Willkommen

Die herzliche Aufnahme durch die Kolleginnen und Kollegen hat mich vom ersten Tag meines Praktikums jegliche Anfangsunsicherheit vergessen lassen. Das ehrliche Interesse an mir als sechswöchigem Gast auf Zeit und die Offenheit im Umgang haben mich damals überrascht und nachhaltig beeindruckt. Die bunte Mischung aus unmittelbarer Einbindung in das Tagesgeschäft, einem Planspiel zum Unternehmenskauf sowie gemeinsamen sportlichen und kulturellen Abendveranstaltungen haben ihr übriges getan. Heute weiß ich, dass diese besondere Art der Verbundenheit und Offenheit eines der Markenzeichen von Hengeler Mueller ist. Es wird wirklich gelebt.

Verlässlicher Wegbegleiter

Diese ersten zarten Bande haben mich auf meinem weiteren Ausbildungsweg begleitet und sich über die Zeit verfestigt. Aus einem ersten Eindruck wurde im Laufe von wissenschaftlicher Mitarbeit und Referendariat ein authentischer Einblick. Dabei wurden für meine manchmal abenteuerlichen Vorstellungen von Arbeitszeit stets maßgeschneiderte Lösungen gefunden (von Vollzeit bis hin zu bloß einem, auch noch wechselnden, Tag in der Woche war so ziemlich alles dabei). Gleichzeitig wurde die Einbindung in die Kanzleiabläufe enger, die eigenen Verantwortungsbereiche graduell weiter. Waren zu Beginn noch ein konventioneller Energieversorger und vorwiegend klassische Industriekonzerne prägend für meine Tätigkeit, sind es heute auch ein großer Anbieter erneuerbarer Energien und zunehmend junge und innovative Start-Ups. Hengeler Mueller hat mich auf diese Weise fast über den gesamten Weg meiner Ausbildung – angefangen vom Studium, über das Referendariat bis hin zur Dissertation – (und gleichzeitig von der Industrie 1.0 zur Industrie 4.0) verlässlich begleitet.

Gelebte Nachwuchsförderung

Die Verbindung blieb nicht auf die Zeiten aktiver Tätigkeit beschränkt. Vielmehr wurde auch in den Zwischenzeiten Nachwuchsförderung im besten Sinne gelebt. So habe ich an einem bunten Strauß an Workshops zu verschiedensten Themen teilgenommen (von Verhandlungstechnik am Beispiel einer Schiffsentführung durch Piraten bis hin zur Psychologie des Skispringens – ehrlich wahr!). Ferner bestand das Angebot im Rahmen eines Mini-Secondments, eine befreundete Kanzlei in London kennenzulernen. Last but definitely not least habe ich im Rahmen der Anfertigung meiner Dissertation aus den Reihen der Sozietät wertvolle Hinweise und Anregungen aus der Praxis des Aktienrechts erhalten.

Persönlicher Stil ausschlaggebend

Die Entscheidung für einen Berufseinstieg bei Hengeler Muller fiel mir nach Abschluss der Dissertation leicht. Neben den zahlreichen und guten harten Argumenten waren für mich mit dem Stil und Ton des Umganges untereinander die weichen Faktoren ausschlaggebend (siehe insofern auch den Eingangssatz, übrigens ein Zitat einer geschätzten Kollegin aus dem Sekretariat). Durch viele bekannte und freundliche Gesichter ist mir das Ankommen und Zurechtfinden in neuer Rolle dann auch enorm erleichtert worden. Mit meinen Betreuern aus dem anfänglichen Praktikum arbeite ich auch heute wieder eng zusammen. Nunmehr in dem gemeinsamen Bestreben, junge Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg vom Praktikanten zum Associate bestmöglich zu begleiten. Jonas Brost