Wirtschaftsberatung zum Anfassen

Studentisches Sommerpraktikum 2005 bei Hengeler Mueller in Düsseldorf

“Wirtschaftsberatung -macht mir das Spaß? – Wir zeigen es Ihnen. Es macht Spaß. Sie werden es erleben!“ Dieser Einladung, schon frühzeitig in den großen juristischen Fachzeitschriften sowie im Internet weitläufig publiziert, waren am Morgen des 18. August 2005 insgesamt 16 Praktikanten in die beeindruckende Empfangslobby der Großkanzlei Hengeler Mueller nach Düsseldorf gefolgt.

Bereits zum sechsten Mal hatte die renommierte und international tätige Sozietät, welche mit beinahe 200 Anwälten und 76 Partnern zu den führenden Wirtschaftskanzleien Deutschlands gehört, für sechs Wochen ihre Tore zum jährlich stattfindenden Sommerpraktikum geöffnet. Neben Düsseldorf bot sich dabei auch im Frankfurter sowie dem Berliner Büro interessierten Studenten nach erfolgreicher Bewerbung die Möglichkeit, hautnah das mitzuerleben, was sonst die Wirtschaftsnachrichten großer Tageszeitungen prägt.

Ein erster Blick in das zu Beginn ausgehändigte Praktikumsprogramm zeigte bald, dass für die kommende Zeit weder Kosten noch Mühen gescheut werden sollten, neben der juristischen Arbeit ein vielfältiges Programm an Fortbildungen wie auch freizeitlichen Aktivitäten anzubieten. Nach einer Begrüßungsrunde durch die Kanzlei folgte zunächst eine Führung durch das exklusiv in direkter Nähe zur Königsallee gelegene Bürogebäude, welche von der umfangreichen Bibliothek über zahlreiche Konferenzräume bis hin zum hauseigenen Fitnessraum erste Orientierung bot. Im Anschluss daran wurde jeder Sommerpraktikant zwei Mentoren, jeweils einem Associate und einem Partner, zugeteilt. Die individuelle Mitarbeit an den verschiedenen Mandaten dieser Anwälte stellte im weiteren Verlauf des Praktikums eine optimale Betreuung sicher. Insbesondere bemerkenswert war dabei die offene Bereitschaft der Mentoren und auch anderer Mitarbeiter, aufkommende Fragen jederzeit ausführlich und anschaulich zu beantworten sowie selbst Grundsatzprobleme eingehend darzulegen. Dies erleichterte die Arbeit an der für Studenten doch teilweise noch recht neuen Materie erheblich und vermittelte nach und nach ein vertieftes Verständnis wirtschaftsrechtlicher Fragestellungen. Je nach Mandat bot sich dabei auch die Möglichkeit, des Öfteren an Telefonkonferenzen, Gerichtsterminen oder Mandantengesprächen teilzunehmen. Alles in allem garantierte die exzellente Betreuung damit fundierte Einblicke in die anwaltliche Arbeitsweise und stellte durch direkte Ansprechpartner sicher, dass auch jenseits der konkreten Mitarbeit an den Mandaten weiterführende Hinweise und Ratschläge den fachlichen Horizont erweiterten. Besonders hervorzuheben ist dabei das exzellente Arbeitsklima und die offene Freundlichkeit, die allen Sommerpraktikanten stets entgegengebracht wurde.

Neben der täglichen Mitarbeit an den Mandaten gehörten darüber hinaus auch regelmäßige Fortbildungen zum Praktikumsprogramm. So vermittelten etwa im Rahmen des wöchentlich stattfindenden „Corporate Breakfast“ verschiedene Anwälte bei Kaffee und Croissants praxisbezogene Kenntnisse aus den Tätigkeitsfeldern der Kanzlei. In den ca. zweistündigen Veranstaltungen wurde auf diese Weise jeweils ein Überblick über Gebiete wie z.B. die Übernahme nach dem WpÜG oder das Squeeze Out-Verfahren geboten. Ebenso zum Regelprogramm gehörten ferner auch fachspezifische Englischkurse im Bereich der Rechts-und Wirtschaftssprache. Im Rahmen einer mehrwöchigen parallelen Fallstudie zum Unternehmenskauf bot sich für die Studenten schließlich die Möglichkeit, eigenständig eine vereinfachte Due Diligence Prüfung durchzuführen sowie in einem zweiten Schritt den entsprechenden fiktiven Vertragsentwurf zu gestalten.

Nicht zuletzt lud die Kanzlei während der gesamten Praktikumszeit auch zu einer Vielzahl freizeitlicher Veranstaltungen ein, welche nach Feierabend jede Menge Spaß garantierten. Neben einem Volleyballturnier in einem Düsseldorfer „Beach Club“ standen dabei diverse Altstadttouren und Cocktailabende auf dem Programm. Das jährliche Highlight des Praktikums stellte jedoch eine mehrstündige abendliche Bootsfahrt auf dem Rhein dar. Hierzu war ein größentechnisch mehr als angemessenes Schiff gechartert worden, auf welchem im Laufe des Abends ein großzügiges Buffet serviert wurde sowie ausreichend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Anwälten bestand. Im Anschluss daran wurde zu späterer Stunde in die Bars des Düsseldorfer Hafenviertels eingeladen. Mehr Zeit zur geruhsamen Entspannung bot demgegenüber ein Kinoabend in einem der turnhallengroßen hauseigenen Konferenzräume. Diverse abendliche Ausstände in der hauseigenen Bar mit Dachterrasse taten darüber hinaus ihr Übriges.

Insgesamt legte die Kanzlei während der gesamten Praktikumsdauer im Rahmen regelmäßiger Feedbacks stets Wert darauf, Wünsche der Teilnehmer umgehend in das Programm zu integrieren. Allein auf die Frage nach Verbesserungsvorschlägen herrschte seitens der Praktikanten meist ratloses Schweigen: In der Tat waren die Organisation sowie die individuelle Betreuung nahezu perfekt. Nicht zuletzt ist schließlich auch auf die nicht unbeträchtliche Vergütung des Praktikums hinzuweisen, welche selbst in der „teuersten Stadt Deutschlands“ vollumfänglich geeignet war, Lebenshaltungskosten auf gehobenem studentischem Standard zu decken.

Alles in allem muss das Sommerprogramm von Hengeler Mueller ohne Übertreibungen als eines der wohl gewinnbringendsten Inlandspraktika bezeichnet werden. Jedem, der sich auch für wirtschaftliche Fragestellungen sowie den Alltag in einer Großkanzlei interessiert, kann eine Bewerbung zum nächsten Termin nur angeraten werden. Derart gut organisierte Programme, welche neben fachlicher Exzellenz und optimaler Betreuung auch noch nach Feierabend viel zu bieten haben, sind sonst kaum zu finden. Ein Nachteil bleibt: Es mag schwer fallen, nach solchen Erlebnissen wieder in den gewöhnlichen Hochschulalltag zurückzukehren.

Philip Denninger, Universität Heidelberg


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