Thomas Fräbel

Thomas Fräbel hat in Würzburg und Aberystwyth studiert und ist als Rechtsanwalt bei Hengeler Mueller in Frankfurt tätig. Das letzte Jahr verbrachte er bei Hengeler Mueller in London.

Herr Fräbel, Sie waren im Rahmen Ihrer Auslands-Stage im Londoner Büro von Hengeler Mueller. Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Thomas Fräbel: Hengeler Mueller bietet allen Anwälten, die noch keinen längeren Auslandsaufenthalt absolviert haben, die Möglichkeit, einige Zeit im Ausland zu verbringen. Das war übrigens einer der Gründe, weshalb ich mich für Hengeler Mueller entschieden habe. Die Auslands-Stage kann bei befreundeten Kanzleien, bei einem Mandanten oder in unserem Londoner Büro erfolgen. Da viele Mandanten von Hengeler Mueller, insbesondere Banken und Finanzinvestoren, in London ansässig sind, ist unser dortiges Büro Ansprechpartner vor Ort für die Planung und Beratung von Transaktionen in Deutschland. Es war spannend, die Mandatsarbeit mal aus dieser Perspektive zu erleben. Darüber hinaus war der Aufenthalt eine gute Gelegenheit, meine englischen Sprachkenntnisse zu verbessern und Kontakte zu unserer Partnerkanzlei Slaughter and May sowie zu den anderen Best-Friends Kanzleien zu knüpfen, die Büros in London unterhalten. Mit unseren italienischen Kollegen von Bonelli Erede Pappalardo teilen wir uns sogar den Konferenzbereich und die Gemeinschaftsräume, sodass auch hier ein reger Austausch stattfindet und man sich so manches Mal spontan zum Kaffee oder Feierabendbier trifft. Nicht zuletzt war das Jahr in London für mich persönlich eine prägende Erfahrung, da die Stadt in jeder Hinsicht reizvoll und spannend ist.

„Die Möglichkeit, als Anwalt einige Zeit im Ausland zu verbringen, war einer der Gründe, weshalb ich mich für Hengeler Mueller entschieden habe. “

Vorher waren Sie bereits bei Bonelli Erede Pappalardo, der italienischen Partnerkanzlei von Hengeler Mueller. Wie kam es dazu und was können Sie uns davon berichten?

Thomas Fräbel: Da meine Frau in Italien berufstätig ist, hat mir Hengeler Mueller ermöglicht, für sechs Monate bei Bonelli in Mailand zu arbeiten. Während dieser Stage hatte ich die Gelegenheit, die Arbeitsweise in einer anderen Jurisdiktion und vor allem auch Kollegen persönlich kennenzulernen, mit denen wir oft in gemeinsamen Teams an länderübergreifenden Transaktionen arbeiten. Es war zunächst eine große Herausforderung, in einem unbekannten Umfeld und in einer neuen Sprache zu arbeiten. Ich wurde aber von Beginn an in die Arbeitsabläufe bei Bonelli eingebunden und habe vor allem an Transaktionen mitgearbeitet, die einen Bezug zu Deutschland hatten. Die Kontakte zu den Kollegen in Mailand bestehen weiterhin fort, sodass ich bei Rechts- und Sachfragen mit italienischem Bezug auf Informationen aus erster Hand zugreifen und somit täglich vom Best-Friends Netzwerk profitieren kann.

Welche Unterschiede haben Sie an den verschiedenen Standorten erlebt?

Thomas Fräbel: Nach drei Jahren in unserem Frankfurter Büro mit über 100 Anwälten war es schon eine Umstellung, nach London zu wechseln, wo in der Regel zwei Partner und einige Associates tätig sind. Allerdings ist an einem kleineren Standort der Austausch untereinander noch viel intensiver, da oft die meisten Mitarbeiter als Team in die laufenden Transaktionen eingebunden sind. Das Mailänder Büro von Bonelli ist hingegen deren mit Abstand größter Standort. Aber bei allen Größenunterschieden: Die Zusammenarbeit hat überall Spaß gemacht – nicht nur auf den Mandaten, sondern auch bei gemeinsamen Unternehmungen.


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