Dr. Benjamin Parameswaran

Benjamin Parameswaran war nach Studien in Hamburg, Paris und New York zunächst bei einer führenden Kanzlei in New York tätig, bevor er zu Hengeler Mueller nach Düsseldorf wechselte.


Sie sind mittlerweile bereits seit über drei Jahren bei Hengeler Mueller als Rechtsanwalt tätig. Wie sieht denn Ihre tägliche Arbeit aus?

    Dr. Benjamin Parameswaran: Wir arbeiten hier in kleinen Teams mit flachen Hierarchien. Dies ermöglicht von Anfang an die unmittelbare Zusammenarbeit mit den Sozien. Bereits als „First Year Associate“ ist man gleichwertiges Teammitglied und bekommt dementsprechend von Anfang an ein hohes Maß an Verantwortung übertragen; wir Associates arbeiten ab dem ersten Tag direkt „an der Front“. Für die Mandanten werden wir dadurch schnell zu einem vollwertigen Ansprechpartner.

„Die praktische Ausbildung, die man hier als Berufseinsteiger erhält, ist anerkanntermaßen die beste auf dem deutschen Anwaltsmarkt.“

Seit kurzem sind Sie Senior Associate bei Hengeler Mueller. Hat sich Ihre alltägliche Arbeit dadurch verändert?

    Dr. Benjamin Parameswaran: Da Associates bei Hengeler Mueller bereits als Berufseinsteiger direkten Mandantenkontakt haben und in vielen Fragestellungen sehr selbstständig im Mandat arbeiten, war die „Beförderung“ zum Senior Associate in der täglichen Arbeit mit keinen spürbaren Änderungen verbunden. Über die Jahre wachsen Umfang und Komplexität der bearbeiteten Mandate ganz automatisch mit, so dass man im Stadium eines Associate im vierten Jahr – unabhängig von einem Titel - ohnehin in vielerlei Hinsicht eigenständig die Mandate betreut. In der Außenwirkung fällt es den Mandaten durch den Titel des Senior Associate sicher leichter, die Fähigkeiten und praktische Erfahrung des jeweiligen Rechtsanwalts besser einschätzen zu können.

Wie sieht es mit der Internationalität der Mandate aus, an denen Sie arbeiten. Wird Hengeler Mueller seinem Anspruch, trotz deutscher Prägung als internationale Sozietät zu gelten, gerecht?

    Dr. Benjamin Parameswaran: Die deutsche Prägung spricht doch gerade für die Kanzlei und ihre Internationalität. Ich würde sagen, dass ich zu mindestens 80 Prozent in internationalen Mandaten arbeite, d. h. in Mandaten mit einem grenzüberschreitenden Bezug. Durch die internationale Aufstellung der Sozietät kann ich dabei immer am Kern des Themas arbeiten und bin nicht nur ein Rädchen in einem anonymen Netzwerk. Ich sehe den Vorteil von Hengeler Mueller auch darin, nicht in einer Anwalts- oder Jurafabrik mit insgesamt 1.000 bis 5.000 Anwälten zu arbeiten. Ich kenne fast jeden Kollegen, was auch durch die kanzleiinternen Events und Fortbildungsveranstaltungen gefördert wird. Das trägt zu einem sehr viel persönlicheren und freundschaftlicheren Arbeitsklima bei und erleichtert die tägliche Zusammenarbeit erheblich. Die Internationalität der Mandate leidet darunter ganz und gar nicht. Vor Kurzem habe ich beispielsweise an einem Mandat gearbeitet, in dem es um die Veräußerung des deutschen und holländischen Betonstahlgeschäfts eines finnischen Mandanten an ein saudi-arabisches Konsortium ging. Zur Zeit berate ich ein deutsches Unternehmen bei der Veräußerung bestimmter indischer Geschäftsaktivitäten an einen indischen Vertragspartner.

Was halten Sie von den Karrierestrukturen bei Hengeler Mueller?

   Dr. Benjamin Parameswaran: Ich halte das für ein sehr gutes System, weil es ein klar vorgegebener, transparenter Track ist. Anders als in vielen anderen Kanzleien ist es so, dass nach fünf bzw. sechs Jahren (je nachdem, ob man vorher im Ausland studiert oder gearbeitet hat oder nicht) eine deutliche Ansage kommt, wie es um die Partnerschaft bestellt ist; nach sechs bzw. sieben Jahren Kanzleizugehörigkeit wird man dann entweder Sozius oder nicht. Die zum Teil in anderen Kanzleien übliche Verschiebung der Partnerentscheidung bzw. eine Vertröstung gibt es bei Hengeler Mueller nicht.

Weswegen glauben Sie auch nach drei Jahren noch, mit Ihrer Entscheidung für Hengeler Mueller die richtige Wahl getroffen zu haben?

    Dr. Benjamin Parameswaran: Ich finde es sehr spannend, in einem jungen internationalen Team tätig zu sein, in dem bei allen Kolleginnen und Kollegen der Spaß an der anwaltlichen Arbeit und das Bemühen um exzellente juristische Qualität im Vordergrund stehen. Gleichwohl sind wir bei Hengeler Mueller weit vom Bild des stereotypen und standardisierten Einheitsjuristen entfernt. Hier gibt es viele Individualisten, die sehr unterschiedliche Interessen haben, unterschiedlichen Hobbys nachgehen und insgesamt alle vielseitig interessiert sind. Das macht die Zusammenarbeit mit den Kollegen interessant und eröffnet den Teams häufig neue Blickwinkel. Ich sehe dies als Bereicherung für die tägliche Arbeit.


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