Daniela Klar

Daniela Klar ist seit 2002 als Anwältin im Düsseldorfer Büro von Hengeler Mueller tätig. Nach der Geburt ihres Sohnes hat sie sich für das Teilzeitmodell entschieden.

„Für mich ist wichtig, dass ich eine interessante, sehr anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Arbeit mache, die auch gut bezahlt wird, mit interessanten Mandaten und mit netten Kollegen.“

Vor der Geburt Ihres nun einjährigen Sohnes haben Sie bereits in Teilzeit auf 80-Prozent-Basis gearbeitet. Nach Ihrer Elternzeit steigen Sie nun erneut als Teilzeitkraft ein, diesmal jedoch auf 20-Stunden-Basis. Können Sie sich vorstellen, weiterhin an anspruchsvollen Mandaten mitzuarbeiten?

    Daniela Klar: Nach meinen Erfahrungen funktioniert die Teilzeitarbeit dann sehr gut, wenn man in einem Team arbeitet. Das war in dem Bereich Börsengänge, in dem ich tätig war, immer der Fall. Hier gab es gut abgrenzbare Teilbereiche, die ich dann relativ eigenverantwortlich bearbeitet habe.

Das hört sich ja sehr gut an. Hatten Sie denn das Gefühl, dass die Partner hinter dem Teilzeitmodell stehen?


    Daniela Klar: Es ist natürlich sehr wichtig, dass die Partner Teilzeitarbeit befürworten. Das war bei mir der Fall. Meine Entscheidungen wurden bei Hengeler Mueller stets unterstützt. Teilzeit lässt sich besonders gut realisieren, wenn Mandate, wie z. B. Börsengänge, einen fixen Zeitplan haben, an dem sich sowohl die Partner bei der Arbeitsverteilung als auch die Mitarbeiter orientieren können. Dann kann man schon gut abschätzen, wann die heißen Phasen kommen und im Team entsprechend flexibel reagieren.

Dies alles ist natürlich auch mit einem großen privaten Organisationsaufwand verbunden. Denken Sie trotzdem, dass die Wahl, auch als Teilzeitkraft in einer Großkanzlei wie Hengeler Mueller tätig zu sein, für Sie die richtige Entscheidung ist?

    Daniela Klar: Ja, absolut. Es kommt einem bei Hengeler Mueller entgegen, dass wir nicht nach Stechuhr arbeiten. Das gibt einer Mutter auch die notwendige Flexibilität, die sie manchmal braucht. Außerdem arbeitet die Kanzlei mit dem pme Familienservice zusammen, der bei der Suche nach einer geeigneten Betreuung für meinen Sohn mitgeholfen hat. Diese Organisation stellt auch kurzfristig eine Kinderbetreuung zur Verfügung, falls dies ein Mandat eben doch einmal verlangen sollte.


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