Prof. Dr. Gerd Krieger
Gerd Krieger ist seit 1978 Rechtsanwalt. Er ist Partner im Düsseldorfer Büro und durch seine anwaltliche Tätigkeit, aber auch dank seiner zahlreichen Veröffentlichungen und seiner Lehrtätigkeit als Honorarprofessor an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf einer der bekanntesten Gesellschaftsrechtler Deutschlands.
Sie sind seit vielen Jahren Partner bei Hengeler Mueller. Erleben Sie Ihre Arbeit nach wie vor als Herausforderung?
Prof. Dr. Gerd Krieger: Aufgrund der Vielzahl der von mir bearbeiteten Mandate und der Komplexität der mit ihnen verbundenen Fragestellungen birgt jedes Mandat für sich eine neue Herausforderung. Dies gilt vor allem aufgrund der sich stetig weiterentwickelnden rechtlichen Rahmenbedingungen. Gerade das Aktienrecht, in dem ich sehr stark tätig bin, ist in den letzten Jahren durch wiederholte Gesetzesnovellen und eine sehr lebhafte Entscheidungspraxis der Gerichte in ständiger Bewegung. Das mitzuverfolgen, zum Teil auch mitzugestalten und in der Beratung umzusetzen, ist eine spannende Aufgabe, die immer wieder Freude macht.
Hinzu kommt, dass ich durch meine Vorlesungen an der Universität Düsseldorf eine große Anzahl vielversprechender junger Juristen kennengelernt habe. Ich empfinde es als große persönliche Bereicherung, den jungen Leuten mein Wissen vermitteln zu können.
„Mit jungen Anwältinnen und Anwälten zusammenzuarbeiten und sie auf ihrem Karriereweg zu unterstützen, ist eine Aufgabe, die mir immer viel Freude bereitet.“
Aufgrund der wechselnden Partneranbindungen arbeiten regelmäßig junge, teils noch unerfahrene Anwälte mit Ihnen. Fällt es Ihnen schwer, sich hierauf einzustellen?
Prof. Dr. Gerd Krieger: Im Gegenteil. Ich finde es sehr positiv, dass regelmäßig junge gute Anwältinnen und Anwälte mit mir arbeiten, die zum Teil mit einer anderen Sichtweise an das Mandat herantreten und hierdurch neue Erfolg versprechende Lösungsansätze vermitteln. Ich sehe es als Herausforderung an, diesen jungen Menschen bei der Entwicklung einer eigenen Anwaltspersönlichkeit hilfreich zur Seite zu stehen.
Auch auf Partnerebene kommen in regelmäßigen Abständen neue junge Persönlichkeiten hinzu. Gibt es hier anfangs Anlaufschwierigkeiten?
Prof. Dr. Gerd Krieger: Nein, das ist nicht der Fall. Auf Partnerebene besteht eine große Loyalität. Bei uns gibt es keine Hierarchien. Wir sind immer sehr stolz, wenn wir einen neuen Partner in unserem Kreis empfangen dürfen, und sie oder er ist vom ersten Tag an als gleichberechtigter Partner akzeptiert.

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