Dr. Matthias Scheifele
Matthias Scheifele arbeitet auf seinem Gebiet des Steuerrechts standortübergreifend in vielfältigen Mandaten mit. Bevor er seine Karriere bei Hengeler Mueller begann, studierte er in Würzburg und Dublin.
Sie sind Steuerrechtler im Frankfurter Büro. Wie läuft das Rotationsprinzip bei den „Spezialisten“ ab? Wird die Spezialisierung überhaupt berücksichtigt?
Dr. Matthias Scheifele: In den ersten zwei Jahren ist man zu 100% im Steuerrecht tätig und demnach zwei Steuerrechtspartnern zugeteilt. Das Besondere der Ausbildung bei Hengeler Mueller liegt aber darin, dass man nach dieser Einfindungsphase auch als „Spezialbereichler“ in anderen Rechtsgebieten wie Gesellschaftsrecht/M&A oder Finanz- und Bankrecht eingesetzt wird. Aktuell macht die Arbeit im Bereich Gesellschaftsrecht/M&A etwa die Hälfte meiner Arbeitszeit aus. Sofern man sich schließlich für eine Karriere im Steuerrecht entscheidet, wird die weitere Ausbildung im Spezialbereich großzügig unterstützt. So wird etwa das Ablegen des Steuerberaterexamens aktiv gefördert.
„Als Steuerrechtler kennt man aufgrund seiner Tätigkeit die meisten Bereiche der Sozietät.“
Welche Vorteile sehen Sie in der Anbindung an zwei Partner aus unterschiedlichen Rechtsbereichen?
Dr. Matthias Scheifele: Nach dem Studium wollte ich noch nicht endgültig entscheiden, ob meine berufliche Zukunft im Steuer- oder im Gesellschaftsrecht liegt, zumal man zu dieser Zeit in der Regel noch nicht wirklich beurteilen kann, wie die Berufspraxis in den Bereichen aussieht. Hengeler Mueller bietet, soweit ich weiß, als einzige Großkanzlei die Möglichkeit, beide Rechtsbereiche kennenzulernen. Dies war für mich mit ein entscheidendes Kriterium, mich für einen Einstieg bei Hengeler Mueller zu entscheiden. Im Übrigen glaube ich rückblickend, dass eine Doppelanbindung nicht nur als Entscheidungshilfe dient, sondern dass man auch fachlichen Nutzen daraus zieht. Da es bei beiden Rechtsgebieten eine große Schnittmenge gibt, kann man die Erfahrungen aus dem einen Bereich auch im anderen nutzen, was ein großer Vorteil ist.
Wie muss man sich die Arbeit als Spezialist bei Hengeler Mueller vorstellen?
Dr. Matthias Scheifele: Die Tätigkeit im Steuerrecht bei Hengeler Mueller hat im Wesentlichen zwei Facetten. So beraten wir in den von unseren Kollegen im Gesellschaftsrecht/M&A oder im Bank- und Finanzrecht betreuten Transaktionen und liefern dabei das steuerrechtliche Know-how. Hinzu kommt das „originär“ steuerrechtliche Geschäft, in dem wir Mandanten ausschließlich steuerlich beraten. Durch die Einbindung in das Transaktionsgeschäft arbeiten die Associates im Steuerrecht oftmals an mehreren Projekten gleichzeitig mit. Daher ist es sehr wichtig, sich den Tagesablauf so zu organisieren, dass man alle Projekte, die reinkommen, abdecken kann. Dies empfinde ich aber als spannend, da ich dadurch die Möglichkeit bekomme, Einblick in viele unterschiedliche Mandate mit verschiedenen Fragestellungen zu nehmen. Bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen aus den anderen Bereichen gelingt es auch einem Berufsanfänger sehr schnell, sowohl diese anderen Bereiche als auch die Kollegen — selbst die von anderen Standorten der Kanzleien — kennenzulernen.

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